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Büro digitalisieren

Büro digitalisieren heißt: Angebote, Rechnungen, Belege und Ablage laufen digital statt auf Papier – und zwar so, dass dein Steuerberater damit arbeiten kann. Die Umstellung passiert in Schritten, nicht an einem Wochenende. Begleitet wird sie über ein Monatspaket ab 144 €. Seit 2025 gilt für Betriebe in Deutschland die Pflicht, elektronische Rechnungen empfangen zu können – das ist für viele der Auslöser, überhaupt anzufangen.

Wo die Zeit verloren geht

Der Klassiker sieht so aus: Das Angebot wird in Word geschrieben, die Rechnung entsteht daraus per Kopieren, die Nummer wird aus einer Liste abgeschrieben. Belege sammeln sich in einem Ordner, einmal im Monat fährt jemand zum Steuerberater. Wenn ein Kunde fragt, was er letztes Jahr bezahlt hat, sucht jemand zwanzig Minuten.

Das Ärgerliche daran ist nicht der einzelne Vorgang. Es ist die Summe: eine halbe Stunde hier, zwanzig Minuten dort, dazu die Abende, an denen der Papierkram nachgeholt wird. In einem Betrieb mit fünf Leuten sind das schnell mehrere Stunden pro Woche, die niemand abrechnet.

Dazu kommt die E-Rechnungspflicht. Sie betrifft zunächst den Empfang: Wer Rechnungen von anderen Unternehmen bekommt, muss elektronische Formate verarbeiten können. Ein PDF im Mailanhang ist dabei ausdrücklich nicht gemeint.

Was ich mache

  • Bestandsaufnahme der AbläufeWir gehen einen Auftrag einmal komplett durch: Anfrage, Angebot, Auftrag, Lieferschein, Rechnung, Mahnung. Dabei zeigt sich fast immer, wo doppelt gearbeitet wird.
  • Werkzeug auswählen, das zu dir passtNicht die Software mit den meisten Funktionen, sondern die, die dein Betrieb auch benutzt. Für viele kleine Betriebe reicht ein schlankes Programm zur Auftragsverwaltung völlig.
  • Abstimmung mit dem SteuerberaterBevor etwas eingeführt wird, klären wir, welche Schnittstelle er nutzt und in welcher Form er die Daten braucht. Ein Wechsel der Kanzlei ist dafür fast nie nötig.
  • E-Rechnung einrichtenEmpfang und, wenn sinnvoll, auch Versand. Inklusive Ablage, die den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen standhält.
  • Belege digital erfassenAbfotografieren statt sammeln. Der Ordner im Auto verschwindet, die Suche nach der Tankquittung auch.
  • Einarbeitung im TeamDer Teil, an dem die meisten Digitalisierungsprojekte scheitern. Eine Umstellung, die niemand benutzt, ist keine Umstellung.

Was kostet das?

Begleitung im Monatspaket 144 € Pro Monat mit zwei Stunden Kontingent. Reicht für einen Schritt nach dem anderen: erst Angebote und Rechnungen, dann Belege, dann Ablage. Größere Vorhaben laufen über Silber mit vier Stunden.
Einmalige Umstellung 74 € Pro Stunde, mit vorher festem Rahmen. Wenn du nur die E-Rechnung sauber aufsetzen willst und den Rest selbst machst, sind das meist drei bis fünf Stunden.

Nicht enthalten: Lizenzkosten der Software, die du direkt beim Anbieter zahlst. Für kleine Betriebe gibt es brauchbare Lösungen ab etwa 10–30 € im Monat, teilweise mit kostenfreiem Einstieg.
Kleinunternehmer nach § 19 UStG – es wird keine Umsatzsteuer berechnet.

Häufige Fragen

Muss ich meinen Steuerberater wechseln?

Fast nie. Die meisten Kanzleien arbeiten mit DATEV oder einer vergleichbaren Schnittstelle, und die gängigen Programme für kleine Betriebe können daran andocken. Wir klären das vorher mit deiner Kanzlei – bevor du etwas kaufst.

Was bedeutet die E-Rechnungspflicht für mich konkret?

Im ersten Schritt geht es um den Empfang: Dein Betrieb muss elektronische Rechnungen in einem strukturierten Format entgegennehmen und aufbewahren können. Für den Versand gelten Übergangsfristen, die von der Betriebsgröße abhängen. Was für dich gilt, schauen wir uns konkret an – pauschale Antworten helfen hier nicht weiter.

Muss ich alte Ordner nachträglich einscannen?

Nein, und ich rate meistens davon ab. Es reicht, ab einem Stichtag digital zu arbeiten. Die alten Ordner bleiben, wo sie sind, bis die Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist. Alles andere ist Arbeit ohne Nutzen.

Meine Leute sind nicht besonders technikaffin. Geht das trotzdem?

Ja, wenn man die Reihenfolge beachtet. Wir fangen mit dem an, was am meisten nervt, und nicht mit dem, was technisch am spannendsten ist. Wenn der erste Schritt spürbar Arbeit spart, kommt der zweite von allein.

Wie lange dauert eine Umstellung?

Ein einzelner Bereich wie Angebote und Rechnungen ist in zwei bis vier Wochen umgestellt, inklusive Einarbeitung. Ein kompletter Büroablauf braucht eher ein halbes Jahr in kleinen Schritten – das ist normal und deutlich erfolgreicher als ein großer Wurf.

Datenschutz mitgedacht: Wo Belege, Kundendaten und Rechnungen digital verarbeitet werden, kommen Fragen zu Auftragsverarbeitung und Aufbewahrung dazu. Das läuft über meine zweite Marke temq.de – eigene Rolle, eigene Pflichten.

Nächster Schritt

Einen Auftrag gemeinsam durchgehen

Im Erstgespräch nehmen wir einen typischen Auftrag und schauen, wo Zeit liegen bleibt. Meistens sind es zwei bis drei Stellen – und selten die, die man vermutet.

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